Jungweinprobe 2016

Jungweinprobe in Abtswind wieder ein Erfolg

 

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Kaum war die Theaterbühne im Haus des Gastes abgeräumt, schon versammelten sich gut 100 Abtswinder und Gäste wieder zum nächsten Event des Jahres 2016
Der Weinbauverein Abtswind unter Führung von Friedrich Höfer, im Hauptberuf u.a. zuständig für die Weinberge des staatlichen Hofkellers in Abtswind, hatte zur allseits beliebten Jungweinprobe geladen, eine Veranstaltung die während der letzten Jahre wieder zunehmend Besucher registrieren konnte.
Die insgesamt 23 Proben quer durch die Abtswinder Weinlagen und Rebsorten wurden jeweils von den Winzern bzw. Weingütern präsentiert, neben den weithin bekannten Namen GWF, vertreten durch die Leiterin der Weinverkaufsstelle Schloss Crailsheim Nadja Ruhnau, staatlicher Hofkeller oder Behringer und Böcher, standen auch die Selbstvermarkter im Nebenerwerb wie Heinrich Elflein, Reinhold Geiger ihren Mann, ebenso wie Herbert Schwanfelder, Oliver Senft und Thomas Eckopf.
Von den Weingenießern wurde durchaus ein sachkundiger Gaumen erwartet, waren die Proben doch in unterschiedlichen Ausbaustufen angeliefert worden. Nachdem einige Weine noch im Fass auf der Feinhefe liegen, sind andere bereits füllfertig und werden in den nächsten Tagen auf Flaschen gezogen.
Apropo Flaschen, natürlich war der Aufreger des Jahre 2015 in der fränkischen Weinwelt, der im Auftrag der LWG Veitshöchheim entwickelte neue Bocksbeutel auch ein passendes Thema an diesem Abend.
So stellte Thomas Eckopf in seiner launigen Art einige Flaschenformen bis zur Blechdose vor, die im fränkischen Weinhandel so zum Einsatz kommen und auf seine Frage wer denn von den Anwesenden nicht mehr mit den alten Flaschen in der fränkischen Weinwirtschaft zufrieden wäre und unbedingt meine den Neuen haben zu müssen, gingen doch sehr viele Hände nach oben. Was ihn zu dem Resümee veranlasste, dass in Abtswind doch sehr viel Weinverstand vorliege, ja das Ziel sei es mit der neuen Form des legendären fränkischen Traditionsbehältnisses neue Käuferschichten anzusprechen und für den heimischen Rebensaft zu gewinnen.
Sicherlich war für alle die sich nicht gemeldet hatten, nicht so sehr entscheidend, ob ein neuer Bocksbeutel mehr oder weniger starke Schultern hat, sondern immer noch das wirklich zählt was rein-, bzw. später rauskommt.
Obwohl alle Winzer im Jahr 2015 mit der langen Trockenperiode im Sommer und vorher mit einem sehr niederschlagsarmen Frühjahr zu kämpfen hatten, kamen doch sehr gute Tröpfchen ins Glas, die jeden Freund des Frankenweines interessante Genüsse für die nächsten Monate erwarten lassen.
Wie üblich waren die Weine gesponsert und jeder konnte sich nach dem offiziellen Teil noch mal eine selbst zusammengestellte kleine Weinprobe gönnen, zumindest soweit die jeweiligen Lieblingströpfchen noch vorrätig waren.

Foto und Text: Rudi Weikert